Mein Koax war ganz ursprünglich mal ein Graupner JetRanger. Im Lauf der Zeit kamen aber diverse Tuning- und Ersatzteile dazu, inzwischen hat er mehr Ähnlichkeit mit einer Lama von ESky. Aber da sich die Helis in vielen Punkten ähnlich sind, ist das kein allzu grosses Problem die Teile untereinander auszutauschen.

Beleuchtung

Für die komplette Beleuchtung hab ich irgendwo mal ein fertiges Beleuchtungsmodul mit LEDs für 2 Landescheinwerfer, 2 Positionslichtern und einem Blitzlicht gefunden. Die kleine Platine wird einfach zwischen 4in1-Einheit und LiPo eingeschleift, entsprechende Stecker waren schon dran. Die LEDs waren fest mit recht langen Anschlussleitungen an der Platine, die wurden aber zwecks besserer Verlegung erstmal abgezwickt.

Das rote Blitzlicht kam an den Heckrotor, das Anschlusskabel kann man einfach im Heckrohr verlegen. Man muss etwas aufpassen dass das Kabel nicht von den Rohrhaltern gequetscht wird, aber das ist kein grosses Problem, Platz ist genug.

Für die beiden Positionslichter habe ich in der Heckrohrhalterung passende Löcher gebohrt und die LEDs einfach eingeklebt. Die Anschlusskabel laufen alle zusammen seitlich vor zum Halter der 4in1-Elektronik, denn die LED-Platine habe ich einfach unter den Halter geklebt. Passt dort recht gut hin, man muss nur aufpassen das die Kabel nicht ans Zahnrad kommen.

Die beiden Landescheinwerfer sind im Moment noch nicht angeschlossen. Die kommen dran sobald ich die Haube lackiert habe, dann suche ich ein Plätzchen dafür. Oder lasse sie ganz weg, mal sehen.

Heckrotor

Zu den Umbauteilen von XTreme gehört ja auch der Heckausleger mit passendem Heckrotor. Da sowas bei einem Koax herzlich wenig Sinn macht, ist das Ding reine Dekoration und dementsprechend auch nicht angetrieben. Der Rotor steckt auf einer starren Metallachse, und im Flug steht der auch bombenfest ohne sich zu drehen.

Da das meiner Meinung nach recht dämlich aussieht, habe ich kurzerhand den Heckausleger mit einem Motor ausgestattet. Einen passenden Minimotor hatte ich glücklicherweise noch herumliegen.

Den Heckrotorhalter muss man dazu etwas umbauen, ich habe die Motorachse durch das Loch der alten (starren) Metallachse geführt und die andere Hälfte des Halters solange mit einem Messer bearbeitet bis der Motor gut und gerade sitzt. Das Anschlusskabel führt zusammen mit dem Kabel der LED durchs Heckrohr vor zum Chassis.

Angeschlossen wird der Heckmotor an hinteren Hauptmotor. Zusätzlich habe ich noch einen Widerstand in die Anschlussleitung gebaut damit der Motor nicht sofort anläuft. Anschließend sollte man das Ganze erstmal testen, einmal um zu sehen ob es überhaupt funktioniert, und auch um zu sehen ob der Heckmotor nicht heiss wird. Ist das alles erfolgreich, kann der Motor mit Heisskleber, Epoxy oder sonstwie fixiert werden. Ich habe mich vorerst für Heisskleber entschieden, allerdings muss ich die Klebestelle (wie man auf dem Bild sieht) noch überarbeiten und lackieren...

Umbau auf JETI

Der Umbau von Graupners 4-in-1 Elektronik gestaltet sich erfreulicherweise als recht einfach. Denn im Prinzip besteht die Elektronik aus zwei Teilen: Dem Gyro mit der Motoransteuerung und dem eigentlichen Empfänger. Entfernt man den Quarz und die vier Schrauben auf der linken Seite (der Seite ohne Potis), kann der linke Deckel einfach entfernt werden. Die Platine darunter ist der 35MHz-Empfänger der nun einfach abgezogen werden kann.

Zum Umbau auf 2.4GHz benötigt man einen passenden Empfänger, ich habe mich für einen "Jeti R7 indoor" entschieden. Die beiden Taumelscheibenservos kommen an die Kanäle 1 und 2. Um den Kreisel anzuschließen kann man zwei Servoanschlusskabel am Ende an dem sonst das Servo hängt mit 3-poligen Pfostenfeldsteckern versehen. Diese Stecker kommen dann in den Kreisel (Masse ist außen, PWM innen), die Servobuchsen auf die Kanäle 3 und 4. Alternativ kann man natürlich auch das Gehäuse des Gyros öffnen, die beiden Buchsen entfernen und die Kabel direkt anlöten.

Das war's dann eigentlich auch schon. Fest eingebaut habe ich die Lösung bei mir noch nicht, da noch ein paar andere Umbauten anstehen. Deswegen gibt es bisher auch nur Bilder vom Trockentest.

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